Montag, 13. Dezember 2010

Womit hat es angefangen? Part 2

Ich war nicht immer so, wie ich damit wurde. Zurückblickend war es ein Tonträger, der alle späteren Weichen für diese Entwicklung stellte. Es war wohl ein sonniger Sommertag, genauer erinnere ich mich nicht, auch ich werde wohl alt. Jedoch schien die Sonne in die Wohnung meiner Cousine, die zur damaligen Zeit, lass es in meiner Kindheit gewesen sein, noch in meiner Stadt lebte. Der damalige Freund, jetzt stolzer Ehemann, meiner Cousine überreichte mir nach einem mehrstündigen Aufenthalt meinerseits bei ihnen 2 CDs. Erstere, welche auch eine musikalische, kurzlebige Phase in mir auslösen sollte, war das vielgefeierte "Nevermind" von Nirvana. Die Andere jedoch war die wesentlich wichtigere. Es handelte sich um das erste Album von Metallica, "Kill 'em all". Das Cover zierte eine blutige, glasähnliche Oberfläche, auf der ein Hammer liegt. Schon lustig, so etwas einem Kind zu geben, das sehr wohl in der Lage war, das zu verstehen. Beide Alben hörte ich viel und oft, in verschiedenen Lebenslagen und Situationen. Dies tue ich auch heute noch, dauernd läuft Musik, die zwar immer passt, aber nie aufhört. Jene Musik war völlig neu für mich. Derb hörte sie sich an, sie sprengte die Mauern der kindlich-eingeengten Sichtweise der Welt und ließ mich eine neue Welt der Musik erblicken. Es stimmt also doch... diese Stück Plastik ist das wichtigste Stück Musik meines bisherigen Lebens. Angesichts dessen zolle ich Metallica als für mich dermaßen wichtige Band wohl zu wenig Respekt, da ich sie weder viel höre, noch wirklich schätze oder den "Hype" nachvollziehen kann. Waren okay.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Womit hat es angefangen? Part 1

Es war die Ilussion des Hasses, die mein Leben, mein Verhalten, mein Denken, meine Haltung und meine Weltsicht veränderte und leitete. Wenn man sich einer Musik verschreibt und sich kategorisch von anderer Musik abkapselt, bloß, um seine bröckelnde Selbstidentität nicht einstürzen zu lassen, dann absorbiert man regelrecht jegliches Gedankengut, das die Musik übermittelt. Sei es die Rebellion des Punks, die Partykultur des neuartigen Pops oder eben die solidarische Abkapslung der extremeren Musik. Es gab, gibt und wird niemals eine Hassrede, eine Argumentation oder einen Moment geben, der das schafft, was die Musik schafft: Uns grundlegend zu verändern. Fortuna spielt ein kleines Spiel mit mir. Mir ist weder Rebellion noch Partykultur geschenkt, nur die aufbauende Abkapslung. Der Gedanke, eine Rolle und einen Platz in dieser nun auslöschenswerten Welt gefunden zu haben. Alle Probleme schienen mir überbrückbar. Nicht, dass ich die riesigen Steinwände überwunden hätte, nein, ich habe sie angestarrt bis mir ihre scheinbare Undurchdringlichkeit scheißegal war.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Wer meinen wir zu sein?

Denkt an den Tod und tut es oft. Wenn ihr euch nun denkt, der Tod sei das Ende des Seins, dann seid ihr beirrt. Nein, ich möchte keine religiösen Ansichten verbreiten und ich spreche auch nicht von einem Leben nach dem Tod.

Definieren wir das Sein. Eine tiefgehende Definition interessiert schließlich keinen, aber nehmen wir Sein als eine mentale Existenz. Wir existieren schließlich nicht für uns, keine Wechselwirkung besteht, wenn wir nichts bewirken. Schlagen wir gegen eine Wand, es wirkt aber keine Energie, so haben wir nie gegen die Wand geschlagen. Ruft ihr in die Welt hinaus, es entstehen keine Schallwellen, so habt ihr nie gerufen. Genauso habt ihr nie existiert, wenn sich nichts an euch erinnert.

Wenn ihr aber die Natur erlebt, eure Mitmenschen geprägt und euren Fußabdruck in dieser Welt hinterlassen habt, dann seid ihr für immer existent. Erst wenn eure Spuren sterben, sterbt ihr.
Ihr seht nun: Ihr lebt nur von der Reaktion eurer Mitmenschen. Newton schrieb bereits, dass auf jede Aktion eine Reaktion folgt, diese Reaktion macht euch zu einem Lebewesen.

Die Reaktion auf euer Denken,
auf euer Tun,
auf eure Aktion
ist die Erinnerung der Lebewesen dieser Erde. Erinnern sie sich an euch, und das werden sie, dann werdet ihr weiter leben. Denkt daran! Macht nicht alles an eurer körperlichen Hülle fest.

Ehrengrüße