Sonntag, 12. Dezember 2010

Womit hat es angefangen? Part 1

Es war die Ilussion des Hasses, die mein Leben, mein Verhalten, mein Denken, meine Haltung und meine Weltsicht veränderte und leitete. Wenn man sich einer Musik verschreibt und sich kategorisch von anderer Musik abkapselt, bloß, um seine bröckelnde Selbstidentität nicht einstürzen zu lassen, dann absorbiert man regelrecht jegliches Gedankengut, das die Musik übermittelt. Sei es die Rebellion des Punks, die Partykultur des neuartigen Pops oder eben die solidarische Abkapslung der extremeren Musik. Es gab, gibt und wird niemals eine Hassrede, eine Argumentation oder einen Moment geben, der das schafft, was die Musik schafft: Uns grundlegend zu verändern. Fortuna spielt ein kleines Spiel mit mir. Mir ist weder Rebellion noch Partykultur geschenkt, nur die aufbauende Abkapslung. Der Gedanke, eine Rolle und einen Platz in dieser nun auslöschenswerten Welt gefunden zu haben. Alle Probleme schienen mir überbrückbar. Nicht, dass ich die riesigen Steinwände überwunden hätte, nein, ich habe sie angestarrt bis mir ihre scheinbare Undurchdringlichkeit scheißegal war.

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