Sonntag, 24. April 2011

De Necessarius Pugna [Über den notwendigen Kampf]

Leg dich auf den Boden, schaue in den Himmel, lass dich von der Sonne blenden und sage mir, ja sage mir, fühlst du dich mächtig? Fühlst du dich voller Kraft, bereit einen Gott zu bekämpfen, wenn du am Boden liegst? Nein, du stehst auf, dein Gefühl ändert sich und du bist bereit zum Kampf.
Ich hoffe du, der Leser, verstehst diese Metapher. Wenn dich das Leben, in seiner vollen Grausamkeit und wahnsinnig irrationalen Rationalität auf den Boden wirft und dich zum Dreck streicht, so liegst du am Boden. Du hast keine Kraft zu kämpfen, dich verlässt Mut und Stolz. Du gedenkst jenen, die vor dir am Boden lagen, die Sonne blendet dich, auch sie lässt dich nicht ruhen. Der Dreck reizt deinen Körper, der Boden drückt auf deinen Leib, die Sonne blendet dich und das Leben lacht auf dich hinab.

Es ist eine unbestreitbare Notwendigkeit, dass du aus dem Dreck aufstehst. Klopfe ihn ab und stelle dich dem Feind, wer immer es sein mag. Ich schrieb es bereits: das Leben ist ein Kampf und der Feind will gewinnen. Folge deinem Instinkt und kämpfe, wenn du kämpfen musst. Strecke die Arme aus, schließe deine Augen und rufe einen Namen. Rufe den Namen, der dir beliebt. In der Geschichte der Menschen hatte jeder einen solchen Namen. Mancher Name sei Gott, sei Jesus Christus, sei Odin, Donar, Buddha, Allah, Mutter, sei Vater, sei Bruder oder sei Kind, sei Freund. Erinnere dich an das, was dich treibt, was dich deinem Ende entgegenrennen lässt.

Deine Kraft ist unermesslich. Wenn du denkst, deine Kraft sei am Ende, dann denkst du falsch. Denkst du, du hast das Ende des Weges erreicht, so bist du im falschen Gedanken. Solange die Zeit lebt, bahnt sich jener Weg weiter voran und du hast ihm zu folgen.
Wer aufgeben will, hat das Ende der Kräfte noch nicht erreicht und wer sie erreicht hat, wird niemals aufgeben. Was erschließt sich dir daraus? Dass der Kampf weitergeht, dass er notwendig ist und du gesegnet bist, weiterzukämpfen.

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