Mittwoch, 20. April 2011

Der Weg, auf dem Wir wandeln - Ein Anriss meiner Philosophie

Leser, denke über dein Leben nach, sieh es als Straße, auf der du wandelst. Ist der Untergrund steinig und von Nesseln durchsetzt oder ist er fugenlos und gibt dir immer den richtigen Weg vor? Jeder Mensch hat seine Straße unter den Füßen, auf der er sein Leben erlebt.

Hat er Schuhe an und somit ein einfaches Leben? 
Ohne Steine auf der Straße? 
Wird er nie stolpern und auch niemals eine Abzweigung erreichen, an der er sich entscheiden muss?
Das macht das Leben leicht - aber auch nutzlos.

Was aber ist, wenn der Mensch keine Schuhe hat, keine Kleidung; Was ist, wenn er auf einer steinigen Straße voller Nesseln wandelt, jeder Schritt voller Schmerz, blutwirkend und verschmutzend? Wenn jeder Schritt ins Dunkel führt, die Angst anlockt und den Körper in Blutessaft tränkt?

Ja, wenn dann des Lichtes Quelle fern ist und du auf der dunklen Straße wandelst, dann wandelst du stark und hoffnungsvoll. Denn, welcher Lebensgang lohnt sich, wenn er nicht schwer ist? Wenn du einen einfachen Weg gehst, dann gehst du ihn umsonst. Niemand interessiert sich für deinen einfachen Weg ohne Stock und Stein, nie wirst du dafür etwas ernten. Ein schwerer Weg aber eröffnet sich dir in großen Zügen. Der schwere Weg macht dich hart und empfänglich für die kleinen Freuden dieser Welt, die allzu oft und reichlich gesät sind.

Wenn du also den schweren Weg gehst, gehe ihn stolz und erahne die Freuden, die er dir bringen wird. Ruhe dich nicht auf fugenlosen Wegen aus, sondern bestreite den schwersten von allen und wähle die Abzweigung, die dich nicht ins Paradies führt. Erst dann kannst du das Paradies als gegebenes Ziel anstreben.


by lostnightkg

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