Sonntag, 24. April 2011

Existent?

Aufrecht steht er im Zimmers Dunst
Schwingt die Hände, er fröhnt der edlen Kunst
Fern ist er von dunklen Sorgen
hat sie in des Gehirns tiefsten Nischen verborgen

Jene Stimmung ist wie eine neue Fee
Klein und zerbrechlich, denn komm und sieh:
Kaum regt sich der Gedank', dass er könnt haben etwas verbrochen:
Zittern die Beine und in Sekunden ist er zusammengebrochen

Tränen kullern vom schatt'gen Gesicht,
nachdem er hat verloren jenes wack'lige Gleichgewicht
Des Aufstehens Bild ist ihm so fern wie nie
Er will leben, er will atmen, aber wie?

Auf halbem Weg Richtung endlich Ziel
Hat er sich gen kalten Boden begeben
Hingesetzt, unbeatmet, gefehlt hat nicht viel
Aber es gibt nichts mehr, was er wird geben

Und nun ist er erneut errichtet
blickt in das obrig kalte Licht
Ach, seht ihn euch an, fürchtet den Anblick nicht
Er ist ein Wesen, vom Schicksal so gerichtet

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